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Nachdem ich meine DX-8000G mit kompletten Zubehör verkauft habe, habe ich den Markt nach attraktiven Angeboten im D-SLR Bereich durchsucht. Nach zahlreichen Gesprächen in diversen Foren war die Frage für mich aber noch immer nicht beantwortet. Nachdem ich zahlreiche eMails mit Andreas Voeltz von Hugyfot ausgetauscht hatte, war meine Entscheidung gefallen. Ich wollte seine Canon EOS 350D samt Hugyfot HFC-350D Unterwassergehäuse haben. Aufgrund seines Umstiegs auf die Canon EOS 5D hat er mir seine Ausrüstung verkauft. Es ist für mich besonders schön, dass ich nun ein Hugyfot besitze, da ich bereits als junger Taucher mit Unterwasserfotografen Kontakt hatte und mir damals einer von diesen "Verrückten" gesagt hat: "Junge, wenn Du dir irgendwann eine Unterwasserkamera im SLR bzw. D-SLR Bereich kaufst, achte darauf, dass Du dir das beste Gehäuse kaufst, was es auf dem Markt gibt. Schau her, ich selber habe ein Hugyfot!"
Ich blickte auf das Gehäuse samt Kamera und war verliebt. Seitdem hatte ich den Traum bzw. das Ziel später auch ein Hugyfot-Gehäuse zu besitzen. Aus diesem Grunde bin ich besonders stoltz.
Sicher werden einige Taucher das "Mischmasch" der letzten Jahre um Hugyfot kennen. René Hugenschmidt hat seinerzeit Hugyfot an tauchbegeisterte Belgier verkauft und es gab in Deutschland einige Personen, die diesen Verkauf nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollten. Wie es so oft ist, wurde Hugyfot in Deutschland förmlich zerissen. Doch seit einiger Zeit ist Hugyfot mit alt bekannter Qualität - auch dank Andi Voeltz - zurück im Business und erobert die Meere. Ausführlicher muss man darauf nicht mehr eingehen, da es zur Vergangenheit gehört. Kommen wir nun lieber zu dem Gehäuse, welches passend zur Canon EOS 350D gefertigt wurde.
Beim Entwurf des Gehäuses wurden alle Aspekte berücksichtigt, die Hugyfot so besonders machen.
Das Gehäuse ist rundlich und hat keine Ecken. Die patentierte "Einhandbedienung" findet auch an diesem Gehäuse seinen Platz und bietet dem Fotografen beim Tauchen stets eine freie Hand. Das Auftreten des Gehäuses ist, um es mit einem Wort zu beschreiben, einfach nur "Cool!".
Das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse besticht durch elegantes und ergonomisches Design. Die bestimmenden Farben sind Schwarz und Rot.
Die Verarbeitung ist sehr solide und weist keine Bruchstellen, Kratzer oder Unebenheiten auf. Durch die Teflonbeschichtung ist das Gehäuse glatt und bietet eine edle Optik. Selbst nach 150 Tauchgängen sieht das Gehäuse noch wie neu aus. Aufgrund der präzisen Verarbeitung schließt der vordere Teil des Gehäuses mit dem hinteren Teil des Gehäuses passgenau ab. Der hintere Teil des Gehäuses wird mittels zwei Schrauben, die sich jeweils an den Seiten befinden, am vorderen Teil verschraubt. Dies verhindert, dass das Gehäuse im Wasser geöffnet werden kann. Der einzige O-Ring befindet sich als dichtendes Element zwischen dem vorderem Teil und hinterem Teil des Gehäuses. Selbst wenn dieser O-Ring einen Defekt aufweisen sollte, ist die Gefahr eines Wassereinbruchs aufgrund der passgenauen Verarbeitung, sehr gering.
Erwähnenswert ist, dass bei diesem Gehäuse zum ersten Mal der A/V Schalter verwendet wurde. Er ermöglicht es dem Fotografen mittels des Hebels zwischen den Einstellungen der Blende und Verschlusszeit zu wechseln und diese einstellen zu können ohne zwei Tasten gleichzeitig gedrückt zu halten. Eine innovative Lösung.
Von Haus aus verfügt das Hugyfot HFC-350D über einen Handgriff und eine Schlaufe, die es dem Taucher ermöglicht das Gehäuse mit einer Hand zu bedienen. Ausserdem sind noch zwei Blitzbuchsen und ein Drehrad für einen evtl. vorhandenen Zoomring vorhanden. Die Blitzbuchsen sind im Auslieferungszustand ohne "Innenleben" und können mit Nikonos V oder S6 Steckbuchsen bestückt werden. Man hat also die Möglichkeit gleichzeitig beide Systeme nutzen zu können.
Im Gehäuse selber sitzt die Schiene für die Canon EOS 350D und ein Leckwarner, der sowohl akkustisch als auch optisch Alarm schlägt, sobald nur ein wenig Feuchtigkeit im Gehäuse ist. Eine lohnende Investition, die schlimmeres verhindern kann, falls man mal einen Wasserschaden haben sollte.

Neben den bereits erwähnten Schaltern sind auf der Rückseite des Gehäuses alle weiteren Knöpfe vorhanden, die alle Kamerafunktionen zur Verfügung stellen.
Bei Hugyfot gibt es insgesamt drei verschiedene Ports:
1. Planport 2. Minidome 3. großer Dome
Ich habe mich zunächst für den Minidome entschieden. Dies hat viele Gründe. Der Minidome eignet sich hervorragend für das Sigma 15mm FE, welches mein nächstes Ojektiv werden wird. Dieses Objektiv, in Kombination mit dem Minidome, bietet eine perfekte Schärfe an den Rändern und ist im Weitwinkelbereich unantastbar. Ausserdem ist der Minidome sehr handlich und man kann ihn gut im Handgepäck verstauen.
Sobald ich mir das erste Makroobjektiv kaufe, werde ich mir einen Planport zulegen. Die modulare Bauweise erlaubt es dank der Zwischenringe auch längeren Objektiven eine Behausung zu geben. Der große Dome ist sicherlich für halb-und-halb Aufnahmen der absolute Kracher, steht bei mir allerdings an letzter Stelle, da er auch etwas teuerer ist und die entsprechenden Objektive um den großen Dome ausnutzen zu können auch entsprechend teurer sind.
Ein besonderes Bonbon ist der 45°-Winkelsucher, der an dem Hugyfot Gehäuse montiert ist. Hierzu gibt es einen seperaten Testbericht. 
Mein erstes Fazit: Ich habe mich nach langer Beratung von Andi für die richtige Kamera und das richtige UW-Gehäuse entschieden. Der nächste Urlaub steht ja schon vor der Tür und ich freue mich bereits jetzt auf die tollen Stunden mit diesem Gehäuse. Ich würde es mir auch im Nachhinein ein zweites Mal kaufen und werde, falls ich in einigen Jahren auf eine neuere D-SLR umsteige mein Vertrauen wieder in Hugyfot setzen.
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