Makroschlitten - nützliches Zubehör für die Fototasche
21 Jul 2010 | 12:00 am
Blog rund um Tauchen, Fotografieren und Macs | Bielefeld
Gestern war ich mal wieder zum Fotografieren im Park. Am Abend standen ein paar Makros von Hummeln & Co. im Fokus, da die Zeit optimal dafür war. Ich habe mich geärgert! Argh. Das Manfrotto 055XPROB samt Kopf
ist schon klasse, aber manchmal fehlte der besagte Millimeter, damit Bildkomposition und Schärfe passten. Wenn man nicht vorsichtig war und das Stativ zu ruckartig bewegte, war die gesamte Ausrichtung wieder im Eimer. Abhilfe schafft ein sog. Makroschlitten. Ich habe mir schon vor Zeiten ein paar Modelle angeschaut.
In die engere Auswahl würde ich den Manfrotto 454 Einstellschlitten
und Novoflex CASTEL-Q Einstellschlitten
nehmen. Es gibt auch noch einen Makroschlitten, der billiger ist, aber alleine der Name Profi Kreuz-/Makroschlitten - Einstellschlitten
schreckt mich doch ein wenig ab.
Der Manfrotto hätte den Vorteil, dass ich dann alles von einem Hersteller habe. Das ist bezüglich der Schnellwechselplatten schon sehr hilfreich. Die Bewertungen und Erfahrungen, die ich bisher gelesen habe, sind durchweg positiv. Kein Wunder, denn Manfrotto ist ein namhafter Hersteller. Das wäre ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung.
Der Novoflex Makroschlitten würde mich auch reizen und die Präzision ist wahrscheinlich wesentlich besser, aber lohnt sich der Schritt zu einer anderen Marke hierfür? Ich bin mit den Manfrotto Geräten bisher sehr zufrieden. Ich werde die nächsten Tage noch ein wenig grübeln und dann zuschlagen.
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APS-C vs. KB - was ist besser für Unterwasserfotos?
20 Jul 2010 | 12:00 am
Blog rund um Tauchen, Fotografieren und Macs | Bielefeld
Gestern bekam ich eine Mail von Sven. Er überlegt sich in die Unterwasserfotografie mit einer DSLR einzusteigen. Momentan grübelt er, ob er sich eine Canon EOS 5D Mark II
(Vollformat) oder eine Canon EOS 7D
(APS-C) zulegen soll. Wie sicherlich viele von Euch wissen werden, habe ich mit einer Canon EOS 350D begonnen und bin dann auf die Canon EOS 40D umgestiegen. Im letzten Jahr habe ich den Entschluss gefasst und bin zur vollformatigen Canon EOS 5D Mark II gewechselt, obwohl ich mich Monate zuvor noch gegen diesen Gedanken gewehrt habe. Heute, ein Jahr später, plane ich bereits einen Rückschritt, aber hierzu später mehr.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Crop- und Vollformatsensoren?
Die Größe macht’s. Der Vollformatsensor ist größer als der Cropsensor und hat deshalb einige Vorteile, aber auch Nachteile. Ich möchte diesen Part kurz halten, da es genügend Material im Internet über die Unterschiede beider Sensoren gibt.
Viel interessanter ist hingegen, welcher Kameratyp besser für die Unterwasserfotografie geeignet ist. Die Vor- und Nachteile beider Kameratypen gelten unter Wasser wie über Wasser. Kameras mit Vollformat-Chip spielen ihre Vorteile ganz klar in der Weitwinkelfotografie aus. Wir bekommen sattere Farbverläufe, die Dynamik ist umwerfend, die allg. Bildqualität ist überragend und wir haben echte Weitwinkel- und Fisheyeobjektive.
Die fehlende Weitwinkeligkeit galt lange als Manko der Kameras mit Crop-Sensor. Es gab kein passendes Fisheye und es gab nur wenige Weitwinkeloptiken, die sich für den Einsatz in der Unterwasserwelt eigneten. Man griff oftmals auf Objektive zurück, die für Kameras mit Vollformat-Chip bzw. analoge SLRs mit dem sog. Kleinbild gerechnet waren.
Heute ist das letzte Argument zu vernachlässigen. Es gibt mittlerweile hochwertige Fisheye- und Weitwinkeloptiken die für Crop-Sensoren gerechnet und optimiert sind. Ich gehe sogar ein Stück weiter und sage, dass man mit einer Crop-Kamera einen riesigen Vorteil hat. Es gibt ein Fisheye-Zoom. Das Tokina 10-17mm Fisheye ist für die Unterwasserfotografie ein wahrer Segen. Leider gibt es bis heute keine Alternative für eine Kamera mit Vollformat-Chip - es bleibt bei der Verwendung eines Fisheyes nur der Griff zur Festbrennweite.
Ein Nachteil, der nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die teueren Objektive für Kameras mit Vollformat-Chip. Wenn man starke Vignettierung, usw. vermeiden möchte, dann kommen eher teurere Objektive in Frage. Crop-Kameras sind wesentlich genügsamer mit optischen Fehlern.
Kameras mit APS-C-Chip spielen die Vorteile bei langen Brennweiten aus. Oft wird über eine sog. Brennweitenverlängerung geredet, das ist Quatsch. Man fotografiert mit einer Crop-Kamera eben nur einen Ausschnitt. Viel wichtiger und interessanter ist die Zusammenarbeit mit Makroobjektiven. Bei Makros findet man heutzutage eigentlich immer die Angabe Abbildungsmaßstab 1:1. Was bedeutet das eigentlich genau?
Bei einer Kamera mit Vollformat-Chip hält man genau 24 × 36 mm auf dem Foto fest, wenn man mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 fotografiert. Bei einer (Canon-)Kamera hält man bei einem Abbildunsgmaßstab von 1:1 genau 16,7 mm × 25,1 mm fest. Das bedeutet, dass man mit dem gleichen Objektiv an einer Kamera mit Crop-Sensor eine wesentlich höhere “Vergrößerung” hat. Ein weiterer Vorteil ist die baubedingt höhere Schärfentiefe, die das Arbeiten bei Unterwassermakros wesentlich vereinfacht.
Wenn man zusätzlich wie ich mit Nahlinsen arbeitet, wo mit Abbildungsmaßstäben von bis zu 3:1 gearbeitet wird, wird der Vorteil von APS-C-Kameras noch deutlicher.
Eine ausführliche Erklärung zum Thema Abbildungsmaßstab findet Ihr in diesem Wikipedia-Artikel.
Hier ist das Dilemma. Es gibt nicht die “richtige” Kamera. Es ist vielmehr eine Geldfrage und eine Frage der persönlichen Vorlieben. Meine Ausführungen bedeuten natürlich nicht, dass man mit jeweils der anderen Kamera entweder keine guten Makros oder Weitwinkelbilder machen kann, sondern dass jede Kamera ihr Spezialgebiet hat.
Ich bereue meinen Schritt zur Canon EOS 5D Mark II nicht. Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich vor einem Jahr umgestiegen bin, denn die Vorteile sind gigantisch. Das kann man auch ganz gut aus meinem Artikel bei Digideep herauslesen. Es ist jedoch so, dass ich nach dem Umstieg gelernt habe, dass meine Crop-Kameras für die Makrofotografie hervorragend geeignet waren und vieles wesentlich einfacher war. Aus diesem Grunde und nun komme ich zurück auf meine ersten Zeilen, werde ich auch einen Rückschritt in naher Zukunft gehen. Die Canon EOS 7D kommt in den nächsten Monaten, spätestens vor der nächsten Makro-Reise, ins Haus. Keine Sorge, die Canon EOS 5D Mark II sucht kein neues Zuhause. Ich werde beide Systeme für das jeweilige Einsatzgebiet nutzen.
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